Gemäß dem Bericht aus der Nassauischen Neuen Presse ist ein zweiter Angeklagter verurteilt worden:

http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Missbrauchsprozess-Abgruende-hinter-Burgmauern;art680,885072

Nach erneuter Rücksprache mit dem Burgvorstand wurde uns wiederholt versichert, dass die Personen auf Lebenszeit "Burgverbot" haben und dies auch durchgesetzt wird.

 

Eine weitere Forderung, die seitens des UMKs gestellt wurde, wurde umgesetzt: öffentliche Stellungnahme: Quelle: http://www.jugendburg-balduinstein.de/erklaerung-der-burg-zu-den-aktellen-ereignissen.html (März 2014)

Erklärung
Hier findet ihr die Erklärung des Freien Bildungswerks Balduinstein zu den aktuellen Ereignissen

Die Jugendburg Balduinstein ist ein überbündisches Projekt, welches seit nunmehr fast 40 Jahren von einem sehr kleinen Kreis von Bündischen aus verschiedenen Bünden, dem Verein Freies Bildungswerk Balduinstein getragen wird. Wir möchten Kindern und Jugendlichen in unserer von Straßenverkehr, elterlichen Ängsten und Schuldruck sehr eingeschränkten Welt auf unserem Burggelände die Möglichkeit geben, einen eigenen Erlebnisraum weitgehend ungestört für sich selbst zu erschließen und zu gestalten. Das Freie Bildungswerk Balduinstein hat keine eigenen Gruppen und ist nicht Bundeszentrum bestimmter Bünde.

Wir nehmen mit Bestürzung zu Kenntnis, dass in den Jahren 2002 bis 2006 mehrere Kinder und Jugendliche auf unserer Burg sexuell missbraucht worden sind. Dies ist umso entsetzlicher, als die Taten nicht von außenstehenden Besuchergruppen begangen wurden, sondern dass zwischenzeitlich ein ehemaliges Mitglied unseres Vereins wegen Missbrauchs in erster Instanz verurteilt und gegen ein weiteres ehemaliges Mitglied Anklage erhoben worden ist.

Insofern tragen wir in besonderem Maße Verantwortung.

Wir bitten daher ausdrücklich diejenigen Kinder und Jugendlichen, die auf unserer Burg Opfer sexueller Übergriffe geworden sind, um Entschuldigung!

Sofern jemand aus dem Betroffenenkreis dazu bereit ist, freuen wir uns über jedes Gesprächsangebot aus diesem Kreis – zum einen, weil dies für die Betroffenen für die Verarbeitung der Erlebnisse hilfreich sein kann, zum anderen, weil wir hierdurch wertvolle Erkenntnisse für die Vermeidung solcher Fälle in der Zukunft gewinnen können.

Dabei stellt sich für unseren Verein die besondere Schwierigkeit, dass die Jugendburg Balduinstein weiterhin bündischen Gruppen einen Ort zur Verfügung stellen will, an dem sie sich frei entfalten können.
Die Kultur einer Gruppe lebt aus der Begegnung, dem Gespräch und dem gegenseitigen Austausch. Dafür bietet die Burg einen ungestörten Raum und viel Freiheit. Dass wir diese Freiheit nur im Rahmen der geltenden Gesetze gewähren wollen, versteht sich von selbst. Die Freiheit der Gruppe endet ausdrücklich dort, wo die Freiheit eines einzelnen unzulässig beschnitten wird. Uns ist bewusst, dass die Gewährung dieses Freiraums auch die Gefahr des Missbrauchs birgt. Wir haben erfahren müssen, dass dieser Umstand unserer besonderer Aufmerksamkeit bedarf.

Wir lehnen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen ebenso wie jede andere Form der Gewalt strikt ab und dulden dies auf unserer Burg nicht.

Allerdings weisen wir bei aller Betroffenheit darauf hin, dass wir bei mehreren tausend Übernachtungen jährlich keine Garantie für die Integrität jedes einzelnen Besuchers abgeben können.

Der Prozess der Aufarbeitung und Vorbeugung dauert an. Derzeit ist unser Mitgliederkreis im Gespräch mit entsprechenden Beratungseinrichtungen. Wir informieren uns über Konzepte, die für Einrichtungen wie die unsere geeignet sind, um in Zukunft Missbrauch auf unserer Burg zu verhindern und selbst entsprechende Anzeichen früher zu erkennen.

Inzwischen hat das Freie Bildungswerk einen Generationswechsel vollzogen. Der neue Vorstand bittet alle Gruppen und Bünde ihm die Gelegenheit zu geben, die oben genannten Vorstellungen in die Tat umzusetzen.

Der Verein Freies Bildungswerk Balduinstein